Waffengesetze

Übersicht der Neuerungen im Waffenrecht

Folgende Gegenstände sind ab sofort verbotene Waffen (Es heißt nicht mehr verbotene Gegenstände) §2 (3) i.V.m. Anlagen 2, Abschnitt 1 zum Gesetz

Butterflymesser

Faltmesser mit zweigeteilten, schwenkbaren Griffen

Faustmesser

Messer, mit einem quer zur feststehenden Klinge verlaufenden Griff, die bestimmungsgemäß in der geschlossenen Faust geführt oder eingesetzt werden.

Wurfsterne

Sternförmige Scheiben, die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung zum Wurf auf ein Ziel bestimmt und geeignet sind, die Gesundheit zu schädigen

alle Fallmesser

Messer deren Klingen beim Lösen einer Sperrvorrichtung durch ihre Schwerkraft oder durch eine Schleuderbewegung aus dem Griff hervorschnellen und selbsttätig oder beim Loslassen der Sperrvorrichtung festgestellt werden, egal wie lang die Klinge ist oder ob die Klinge vorne oder seitlich herausspringt.

Springmesser

Bei denen die Klingen nach vorne rausschnellt (Springmesser sind Messer, deren Klingen auf Knopf oder Hebeldruck hervorschnellen und hier durch festgestellt werden können.)

Springmesser

Bei denen die Klinge seitlich herausspringt und

Elektroschockgeräte

Gegenstände, die unter Ausnutzung einer anderen als mechanischer Energie Verletzungen beibringen, sofern sie nicht mit einem amtlichen Prüfzeichen versehen sind.

Pumpgun

Vorderschaftrepetierer mit Pistolengriff

Weitere Erläuterungen

Wer auserhalb seiner eigenen Wohnung, seiner Geschäfsträume oder seines befriedeten Besitztums die tatsächliche Gewalt über eine Schreckschuss, Reizstoff oder Signalwaffe ( PTB Waffe ) ausüben ( Führen ) will, bedarf einer behördlichen Erlaubnis. ( kleinen Waffenschein) § 10 (4) Satz 3 WaffG i.V.m. Anlage 2, Abschnitt 2 Unterabschnitt 3 Nr. 2 und 2.1 zum Gesetz ansonsten Vergehenstatbestand gemäß § 52 (3) Nr. 2a WaffG

Der Kleine Waffenschein

Antrag bei der Polizeiwache abholen und ausfühlen. Das Amt prüft dann Alter (mindestens 18 Jahre ), Zuverlässigkeit ( Vorstrafen, Drogenabhängigkeit,....) und Psyche ( Gutachten bei Personen unter 25 Jahre). Der Kleine Waffenschein kostet 50 €.

Die Armbrust gilt nunmehr als Waffe und darf nur von Personen ab 18 Jahre erworben und geführt werden.
Zugelassene Reizstoffsprühgeräte sind auch für Jugendliche (ab 14 Jahre) erlaubt. § 3 WaffG